Artweaver – kleine Grafikbearbeitung im Photoshop-Stil
19. Juli 2007 von Farlion | Anwendungen
Heute möchte ich ein Photoshop im Westentaschenformat in der Reihe Web-Developer Freeware vorstellen. Die Rede ist von Artweaver, einem kostenlosen Grafikprogramm für Windows aus deutschen Landen.
Artweaver ist ein „One-Man-Project“ vom Autor Boris Eyrich, d.h. es steckt keine entwickelnde Community hinter dem Projekt, wie man sie von anderen Freeware-Produkten kennt. Allerdings existiert eine Art „Kreativ-Community“, die im Forum die eigenen Werke vorstelllt, Stempel, Brushes und andere Hilfsmittel zum Download stellt und Erfahrungen mit Artweaver austauscht.
Die Installationsdatei von Artweaver ist nur ca. 8.5 MB groß. Damit ist das Programm sehr klein, wenn man bedenkt, was es kann.
Vorab gleich eine Anmerkung: Artweaver ist ein Grafikprogramm, mit dem man sehr gut Fotos bearbeiten und auch eigene Grafiken erstellen kann. Die Handhabung ist der von Photoshop sehr ähnlich, wobei Photoshop natürlich viele Features mehr bietet, die allerdings von normalem Heimanwendern gar nicht verwendet werden. Was in Artweaver trotzdem nicht gesucht werden sollte sind Filter, die typische Fotobearbeitungsprogramme enthalten, wie z.B. der „Rote Augen Entferner“.
Artweaver ist viel mehr ein echtes Zeichenprogramm und lässt sich besonders gut mit einem Grafiktablett handhaben, as auch der Autor empfiehlt. Ich selbst habe es mit und ohne Grafiktablett getestet. Mit der Maus lässt sich mit Artweaver ebenso unkompliziert arbeiten, wie mit jedem gängigen Grafikprogramm. Mit dem Grafiktablett entwickelt Artweaver aber besonders im Bereich des freien Malens seine volle Stärke. Die verschiedenen Pinsel wirken sogar realistischer als die von Photoshop. Für freies Malen mit dem Grafiktablett verwende ich mittlerweile nur noch Artweaver.
Wenn ihr auf das kleine Bild klickt, gelangt ihr zu einer Vergrößerung, in der ich die Ähnlichkeit des Aufbaus im Vergleich zu Photoshop einmal zeigen möchte.
Die nummerierten Punkte zeigen:
1.Werkzeugleiste zur Auswahl der verschiedenen Arbeitsmittel
2.Ebenen- und Protokollfenster
3.Vorschau- und Infofenster
4.Farbauswahl
5.Pinselspitzen, Pinseleffekte und Pinseleinstellungen
6.Arbeitsleiste
Doch nicht nur die Arbeitsfläche sondern auch die Arbeitsleiste ist ähnlich aufgebaut, wie ich mal am Beispiel der Verlaufseinstellungen zeigen möchte:


Alle Features des Programms aufzuzählen, wäre hier etwas zu umfangreich. Darum hier mal ein paar der wichtigsten Fähigkeiten:
Arbeiten mit Ebenen
Arbeiten mit Transparenzen
Protokollfenster mit schrittweiser Rücknahme einzelner Aktionen
Verschiedenste Filter (Weichzeichner, Störungsfilter, Kunstfilter uvm.)
Speichern und Laden von Auswahlen
Umgang mit verschiedensten Dateiformaten (JPG, GIF, PNG, PSD, TARGA, TIFF, PCX, BMP, DDS)
Exportfunktion auch als PDF
Import auch vom Scanner oder einer Webcam
Außerdem stehen verschiedene Plugins auf der Website des Autors zum Download zur Verfügung.
Einige Nachteile des Programms sind:
Fehlende Vektorunterstützung
Keine Kanal- und Pfadbearbeitung
Unflexibles Textwerkzeug
Fazit:
Für Fotomontagen, Cartoons und handgemalte Bilder ein sehr gutes Programm. Auch für verschiedene Webelemente ist das Programm durchaus geeignet. Für den normalen Heimanwender oder Gelegenheitsbastler reicht Artweaver also völlig aus.
Für ambitioniertere Freihandmaler, die sich in erster Linie mit dem Grafiktablett beschäftigen, ist Artweaver eine echte Empfehlung.
Webprofis oder kreativere Hobbydesigner dagegen werden mit Artweaver jedoch nicht glücklich. Dazu fehlen einfach die Vektor- und Pfadfähigkeiten sowie ein ausgereifteres Texthandling.
Zur Artweaver Website. Version zur Zeit dieses Artikels: 0.4.7




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1 Trackback/Ping:
1
» 2007 » Juli » 23 - oO Gedankenblase Oo
Pingback vom 23. Juli 2007, 14:32
in den letzten Tagen über 2 sehr interessante Tools berichtet, einmal über ein Grafiktool Artweaver was Photoshop ähnelt & einem Quellcode Editor Namens
9 Comments:
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Marcel
20. Juli 2007, 13:15
Hey! Das sieht ja wirklich wie Photoshop aus ;-) Endlich mal eine Alternative zur oft genannten Alternative GIMP *lol* Werde ich mir mal bei Gelegenheit anschauen.
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Farlion (Author)
20. Juli 2007, 14:55
Gimp werde ich demnächst auch noch vorstellen. Ich persönlich finde Gimp allerdings zu unhandlich.
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Marcel
20. Juli 2007, 15:43
Gimp habe ich selber noch nicht so ausführlich getestet, es wirkte direkt am Anfang etwas “plump” (im Gegensatz zu Photoshop). Wer die Chance hat, sollte sowieso auf Photoshop zurückgreifen (ältere Versionen oder die Education-Version)
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Tomsn
20. Juli 2007, 16:39
Ich benutze seit längerem “Paint.NET” ist auch dem Photoshop und diesem Programm sehr ähnlich…
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Farlion (Author)
20. Juli 2007, 17:02
Wird auch noch vorgestellt.
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fwolf
1. August 2007, 11:03
mal gucken, ob ich das auch unter Linux zum Laufen bekomme ;)
cu, w0lf.
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simy
6. Oktober 2007, 20:38
ich kann mir leider GIMP nich downloaden hätts gern 4free aber immer wenn ichs mir downloade dann gehz nich kp warum kann mir vllt jemd helfen??
ich hätt echt gern ein programm bei dem ich fotos verändern kann und text dazu schreiben kann
bitte schreibt zurück
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ulukai
7. November 2007, 23:45
hat adobe denn kein copyright auf die gui von photoshop? denn artweaver sieht photoshop extrem ähnlich, dachte als ich es zum ersten mal sah an photoshop.
die verwechslungsgefahr ist recht gross, hat adobe nichts dagegen?
ps: für vektoren kann man ja inkscape, das opensource ist, verwenden
@simy
denke mal du hast windows -> http://gimp-win.sourceforge.net/stable.html
eventuell musst du noch gtk+ installieren
9
TaToosh11
23. Dezember 2007, 15:32
Wo liegt dann der Unterschied zu Paint.net. Was ist eher zu empfehlen?
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