Editor PSPad
18. Juli 2007 von Michael | Anwendungen
Zur Artikel-Serie Web-Developer Freeware stelle ich heute den Editor PSPad vor.
PSPad ist ein Text- und Quellcode-Editor für Windows und wird seit dem Jahr 2001 vom Tschechen Jan Fiala stetig weiterentwickelt. PSPad hat (neben weiteren Sprachen) eine deutschsprachige Benutzeroberfläche und bietet viele Features, die man von einem Editor heutzutage auch erwartet.

Ich zeige im Folgenden einfach mal eine kleine Auswahl an Features und Eigenschaften, die den Editor sympatisch machen:
- Kennzeichnung div-Paare in HTML: Sehr schnell kann es beim Erstellen von HTML-Code dazu kommen, dass man geöffnete divs (“<div>”) vergessen hat zu schließen (“</div>”). PSPad zeigt automatisch div-Paare an, wenn sich der Cursor in einem div befindet:

Umgekehrt werden auch divs entsprechend markiert, wenn kein Pendant vorhanden ist:
- Suchen/Ersetzen per Regex: Angenommen man möchte im Quelltext jedes Vorkommen von <span class=”code”>…beliebiger Text…</span> mit <code>…beliebiger Text…</code> ersetzen, so kann man folgende Regel in das Suchen/Ersetzen-Formular eingeben:

- Document Tabbing: Mehrere geöffnete Dokumente werden in Tabs dargestellt, durch Doppelklick auf die Tab-Leiste wird ein neues Dokument geöffnet, Tabs können verschoben werden, per Doppelklick auf Tab kann man diesen schließen, etc. Firefox-User werden sich schnell wohl fühlen ;)
- Projektverwaltung: Man kann z.B. einen Webauftritt zu einem Projekt zusammenfassen, dies hat den Vorteil dass alle benötigten Dateien in der Seitenleiste übersichtlich verfügbar sind und man so einfach schneller die Projektdateien bearbeiten kann, Suchen/Ersetzen über alle Projektdateien durchführen kann u.v.m.

- Eingebauter Hex-Editor: PSPad enthält einen eingebauten Hex-Editor, so dass man für diese Zwecke nicht noch eine zusätzliche Software benötigt.
PSPad bietet noch viele weitere Features, einige listet der Entwickler unter Merkmale auf, so auch etwa Unicode-Unterstützung, Vergleichen von Dateien mit farbiger Hervorhebung der Unterschiede, eingebauter FTP-Client um Dateien direkt auf dem Server zu bearbeiten, Integration von HTML TiDy, optionale Integration des CSS-Editors TopStyle Lite, uvm.
Fazit
Wer umfangreiche HTML-Buttons erwartet (Buttons für Formatierungen, simplem Einfügen von Tabellen, etc.) wie sie etwa der HTML-Editor Phase 5 bietet, wird enttäuscht werden: diese bietet nämlich PSPad erst gar nicht an. Zur reinen HTML-Quellcode-Bearbeitung sind daher vielleicht andere Editoren besser geeignet.
Wer aber einen umfangreichen, stabilen Editor mit Unterstützung vieler Programmiersprachen (darunter PHP, Perl, Java, etc.) sucht, sollte sich auf jeden Fall PSPad ansehen.
Nachdem ich selbst vor einiger Zeit eine Reihe von Editoren testete, bin ich letztendlich bei PSPad als mein favorisierter Quelltext-Editor vor allem für PHP hängengeblieben.



Was ist ein Trackback?
1 Trackback/Ping:
1
WebCMSDesign.com
Trackback vom 22. Juli 2007, 22:02
PSPad Editor... Der PSPad Texteditor vom tschechischen Entwickler Jan Fiala ist z.Z. mein beliebtester Texteditor für HTML, CSS, PHP und sonstige Textdateien. PS Pad ist freew…
20 Comments:
1
Cindy
18. Juli 2007, 23:39
Danke Michael, werde ich sicher auch mal testen.
2
Horst Scheuer
19. Juli 2007, 7:53
Ich nutze PSPad schon lange. Hauptsächlich die Bedienung mittels Tastatur anstatt der Maus finde ich äußerst praktisch. Auch den eingebauten ftp-Client möchte ich nicht mehr nutzen. Editieren von Dateien direkt auf dem Server ist damit kein Problem.
3
Mariusz
19. Juli 2007, 9:39
Sehe ich genau so wie Horst. PSPad ist der einzige kostenlose Editor, der es mir erlaubt meine Dateien direkt auf dem Webserver zu editieren.
Was mich noch an PSPad begeistert ist, dass er trotz der umfangreichen Fnunktionen schlank bleibt und sehr schnell startet. Er ist seit langer Zeit mein Haupteditor.
4
Stefan
19. Juli 2007, 10:09
Ich nutze PSPad auch schon seit langer Zeit. Interessant für die PHP-Entwicklung ist auch der eingebaute CodeExplorer, der z.B. alle Variablen und Methoden der aktuellen Datei auflistet und mit dem man mit einem Klick an die richtige Stelle springen kann. Zusammen mit den zahlreichen kleinen Zusatzfunktionen (Lorem-ipsum-Generator, HTML-Farben etc.) ist PSPad wirklich eine sehr gute Wahl (nicht nur für die Webentwicklung).
5
Nils SaH
19. Juli 2007, 10:38
Ich bin immer am Schwanken, ob ich nun PSPad oder Notepad++ nutzen soll, aber ich vermute bei meinem nur geringen Bedarf und Anforderungen macht es für mich keinen Unterschied. Oder gibt es da etwas Gravierendes was Notepad++ im Gegensatz zu PSPad nicht kann?
6
Mariusz
19. Juli 2007, 10:44
Ich hatte hier auch beide im Dualbetrieb. Das KO Kriterium für Notepad++ war eben die fehlende FTP Unterstützung. Da ich mit Notepad++ keine Dateien direkt auf meinem Webserver bearbeiten konnte, musste er ganz weichen.
7
Nils SaH
19. Juli 2007, 11:12
Die Funktion habe ich bisher (natürlich) übersehen 8-| …
Beim Aktualisieren meiner Installation ist mir dann noch die deutsche Rechtschreibprüfung aufgefallen … ich denke so werde ich wieder auf PSPad setzten.
Danke für die Infos und den Artikel :) !
8
cywhale
19. Juli 2007, 11:23
Schlank von Statur aber umfangreich,nützliche Features, sehr schnell und gut bedienbar – PSPad war zu Windows-Zeiten auch mein Editor der Wahl – danke für den auf den Punkt gebrachten Beitrag.
9
Flasher
19. Juli 2007, 22:22
Ich benutze seit meinem aktuellen Projekt auch das PSPad. Es gibt nur eine Sache die mich stört, aber ich weiss nicht ob das ein Problem bei mir ist. Nachdem ich einige Zeit gearbeitet habe, entspricht der Textcorusor nicht unbedingt mehr der wirklichen Eingabestelle und lässt sich teilweise auch nicht mehr verschieben.
Und weiss zufällig jemand ob man bei der RegEx-Suche auch Modifikatoren angeben kann?
10
Norbert
19. Juli 2007, 23:37
Ich selbst benutze PSPad nun doch schon ein paar Jahre. Was mich aber immer wieder dabei stört ist, dass dieses Tool mit großen Dateien sehr schnell Probleme bekommt. Vor allem wenn man die nette Funktionalität des HTML Code Strukturiens (oder auch XML, egal) verwendet. Da gibt es auf jeden Fall noch Verbesserungsmöglichkeiten
11
Mario
21. Juli 2007, 6:38
Ich hatte diesen Editor schon in meinen Bookmarks, ihn aber bisher nie getestet. Heute morgen hab ich das nun nachgeholt. Und mein erster Eindruck ist doch sehr gut. Vorallem der FTP-Client ist recht fix und gut und entspricht dem, was ich erwartet und gesucht habe. Danke für den Test!
12
Manuel
30. Juli 2007, 12:48
Ich musste mich vor ein paar Tagen notgedrungen nach einer Alternative zu Dreamweaver umsehen – da er auf meinem System den Geist aufgegeben hat – und bin dabei auf den Artikel hier gestoßen. PSPad kann ich echt nur weiterempfehlen, das Programm ist echt sehr ausgereift! Danke für den Tipp!
13
fwolf
1. August 2007, 11:02
übrigens fällt mir grade ein (weil hier ne Mediagestalterin grad in die Geheimnisse des Semantic Web, XHTML, CSS + Co. eingeweiht wird): Aptana!
Gibts für alle Plattformen (glaube ich jedenfalls mich erinnern zu können), weil Eclipse-basiert. Ist sowohl als HTML-Editor als auch IDE wirklich ne tolle Alternative zu kommerziellen Vertretern der Zunft ;)
cu, w0lf.
14
Christoph
2. August 2007, 21:28
Nach ein paar erfolglosen Versuchen mit UltraEdit, phpEdit und Co. bin ich dann endlich bei PSPad hängen geblieben. Bis jetzt hat er mich nur einmal im Stich gelassen, während der Rest meist konsequent den Dienst verweigert hat. Dieses Tool kann man wirklich mal weiterempfehlen
15
dominic
31. August 2007, 1:50
Welches XP-Theme ist denn das? :)
16
Michael (Author)
31. August 2007, 14:05
dominic: Royale Noir
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christian
5. September 2007, 17:28
mich interessiert, ob PSPad auch uft-8 codierte dateien ohne BOM speichern kann? dieses “problem” ist mir neulich untergekommen und mit notepad++ kann ichs lösen.
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Michael
7. September 2007, 17:38
Ich finde den Editor auch super! Hat alles andere bei mir verdrängt! Habe mir kostenpflichtige Alternativen wie UltraEdit angesehen, aber für den normalen Hausgebrauch ist PSPad nur wärmstens zu empfehlen. Hat eigentlich alles was ich brauche, deswegen bleibe ich auch dabei.
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Tom
29. November 2007, 13:52
Guter Editor. Nutze ich schon seit einer ganzen Weile und möchte ihn nicht mehr missen. Schön, dass er hier vorgestellt wird.
20
mik
3. Januar 2008, 19:46
Sieht gar nicht mal schlecht aus. Muss man mal antesten. Für größere Projekte schwöre ich allerdings nach wie vor auf eclipse mit dem WTP. Da hat man wirklich alles in einem, inklusive Verwaltung eines lokalen Webservers, FTP Client, CVS oder subversion Nutzung usw.
Kleinere Dinge mache ich mit VI bzw unter Win mit gvim und hab mein Herz an das Plugin Web Developer für Firefox verloren. Damit kann man direkt im Browser so einiges machen.
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