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Warum sich Media-Center in Deutschland nicht durchsetzen

10. April 2010 von Michael | Anwendungen

Wer sich im Wohnzimmer die Flut an Geräten (Receiver, DVD/Blu-ray-Abspieler, Rekorder, CD-Player, MP3-Player, usw.) ersparen und eine möglichst einfache und schöne Bedienung mit hohem WAF erreichen möchte, kann etwa einen Media-Center-Rechner einsetzen. Bereits im Jahr 2007 hatte ich einen Eigenbau hierzu vorgestellt.

Neben einigen Media-Center-Applikationen, die auf Windows, Linux oder Mac aufsetzen, hat sich am meisten das Windows Media-Center durchgesetzt, das aktuell in Windows 7 in den Versionen Home Premium, Professional, Ultimate und Enterprise dabei ist.

Allerdings hat nach wie vor das Media Center Probleme, sich in Deutschland wirklich durchzusetzen.

Der User “Lord_Maul” hat das ganze im Forum MCE-Community sehr treffend erklärt:

Dass ein Media Center in Deutschland nicht besonders großen Erfolg hat, liegt einerseits am Marketing von Microsoft, die den deutschen Markt, aus folgendem Grund nicht so hoch priorisieren, wie den US-Amerikanischen.

Wenn man bedenkt, dass der Haupt-Medien-Konsum der Deutschen im TV besteht, fangen hier ganz schnell die Probleme an. Was bei manchen Kabelnetzbetreibern “selbstverständlich” ist (KabelBW), wird von anderen KNB auf’s schärfste erschwert (KDG). Der digitale Empfang per Personal Computer. Kabel Deutschland hat, wie einige andere KNBs auch, die Grundverschlüsselung bei den privaten FreeTV Sendern eingeführt. Somit ist eine Smartcard notwendig. Diese bekommt man natürlich von der KDG, allerdings darf man sie nur mit zertifizierten Receivern nutzen (gem. AGB). Dass man hier eine Hintertür mittels AlphaCrypt light und DBox Seriennummer nutzen kann, wird sicher keine Dauerlösung werden. Glücklich schätzen kann sich jeder, der einen KNB hat, der nicht grundverschlüsselt. Allerdings sollte man dann ganz genau drauf achten, welche Verschlüsselungstechnik eingesetzt wird, wenn man ein PayTV Paket buchen will. Dieses wird bei KabelBW nämlich per NDS Videoguard verschlüsselt, was eine Nutzung am PC schlichtweg unmöglich macht.

Nun zeige man mir den deutschen Konsumenten, der hier ohne Weiteres durchblickt. Die Community hier hat das Potential hilfreich zur Seite zu stehen, aber wie @Engelsdorfer schon sagt, die Wünsche gehen doch sehr stark auseinander.

Falls die Telekom sich doch durchringen kann und eine Media Center Integration anbietet (softwareseitig ohne weiteres möglich mit Media Room 2), könnte das Media Center auch hier in Deutschland Erfolge feiern. Allerdings wäre man dann auf IPTV angewiesen und dessen Bildqualität kennt man ja

Ich werde übrigens hier im Blog demnächst einen aktuellen und relativ günstigen HDTV-Selbstbau-Rechner vorstellen, auf dem das Media-Center unter Windows 7 Home Premium läuft.

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23 Comments:

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1

Tobias

10. April 2010, 21:07

Was hälst du von einem Mac Mini als HTPC?

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2

Roland

11. April 2010, 8:35

Weil in dem anderen Beitrag die Kommentarfunktion aus ist, schreibe ich es hier, also noch immer passend. ;)

Vielleicht solltest du dir auch mal XBMC ansehen? Ich habe hier den trunk ausgecheckt und aktualisiere den ab und an mal.

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3

Alexander

12. April 2010, 11:56

Also ich würde sagen, durch das jetzt erschienene iPad rückt der MacMini und der nicht mehr produzierte MacTV in den Mittelpunkt. Wenn Apple das Remote entsprechend aufbohrt könnte da eine sehr feine Kombination entstehen.

Grüße Alex

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4

Martin

13. April 2010, 17:21

Ich nutze als Media Center die PS3. Aber extra was dafür kaufen würde ich nicht.

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5

Peter

15. April 2010, 2:35

Ich nutze den Mac Mini als HTPC und bin damit mehr als zufrieden. Davor hatte ich eine PS3 im Einsatz…die hat mich allerdings nicht so überzeugt.

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6

Ronny

16. April 2010, 17:43

Ich hatte eins auch eine PS3, der größte Nachteil der PS3 ist, im Moment zumindest noch, das sie keine mkv abspielen kann, aus diesem Grund bin auch auf einen HTPC umgestiegen und vollstens zufrieden :)

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7

tom

16. April 2010, 22:44

ich bevorzuge als mediacenter ebenfalls die ps3. vollkommen ausreichend. grüße tom

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8

Daniel

20. April 2010, 13:52

Ich kann mir mein Entertainsystem im Wohnzimmer ohne meinen WD TV Live gar nicht mehr vorstellen. Der spielt einfach alle Formate ab. Egal ob MKV, M2TS, VOB, DIVX… Der Player liest einfach alles, skaliert auf 1080i hoch, digitaler Audio Ausgang und das alles für Rund 100€… Kann das Gerät echt jedem empfehlen. Gruß

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9

Holger

22. April 2010, 7:28

Wahrscheinlich kommt der Durchbruch für derartige Geräte erst dann, wenn die Kombination aus Hardware, Software und angebotener Dienste wirklich passt.
Vielleicht bringt Apple ja ein iMediaCenter `raus ;)

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10

Timo Rundel

22. April 2010, 18:07

Das beste Beispiel habe ich letzten Sommer erlebt. Ein Freund hat nach zweiwöchiger Testphase das Windows Mediacenter wieder deinstalliert, es gab grobe Kommunikationschwierigkeiten zwischen den im Netzwerk befindlichen Rechnern.

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11

Michael

24. April 2010, 7:44

Was versteht man jetzt unter “Media Center”? C’t-Artikel zu dem Thema sind zum größten Teil in Richtung Fernsehempfang, “Tivo”, usw., gegangen. Aus dieser Sicht würde ich das mangelnde Interesse gut verstehen: Fernsehen schaue ich seit Jahren nicht mehr—und diese Ablehnung ist eben in technisch bewanderten Kreisen überdurchschnittlich häufig (in meinem Eindruck).

Wenn wir andererseits meinen “Spielt CDs, DVDs, Internetradio, mp3, ogg, was-auch-immer.”: Wer braucht dann ein Sondergerät. Dies schafft alles mein (normaler/vanilla) Billig-Rechner mit Linux und Mplayer (oder auch z.B. VLC) ohne Schwierigkeiten.

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12

Roland

24. April 2010, 8:50

Ein zusaetzliches Geraet wuerde ich auch ablehnen. XBMC ist mal ganz nett (da es vieles vereint und ein einheitliches Interface bietet), das meiste schau ich genauso wie Poster #15 mit “vanilla” mplayer/vlc/totem oder hoere per mocp/ogg123/xmp (eXtended Module Player).

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13

UK

26. April 2010, 15:41

Benutze auch meine PS3, auch wenn man damit nich alles machen kann. Werd vielleicht bald ma nachrüsten müssen. Wobei, jetzt wos wärmer wird kann ich auch warten bis es wieder Herbst ist.

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14

Monika Weitze

28. April 2010, 17:24

Es war schon immer Microsofts Bedürfnis in allen Bereichen der Software vorne mit dabei zu sein. Meiner Ansicht nach eine Fehl-Strategie, denn es sollte vielmehr Energie in die Perfektionierung einzelner Bereiche gesetzt werden, als flächendeckend zu agieren.
Dann geht auch nicht immer die Hälfte “in die Hose”.
:)

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15

Florian

30. April 2010, 3:46

Mein MediaCenter ist auch die PS3

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16

Jannes

30. April 2010, 10:23

Multimedia Center sind sicherlich eine sehr zukunftsträchtige Erfindung, aber aus meiner Erfahrung heraus weiß ich, dass viele Nutzer von Windows 7 und anderen Betriebssystemen, sich vor der etwas schwierigen Konfiguration und der etwas komplizierten Installation ängstigen. Genau hier sind die Softwareentwickler von Firmen wie Microsoft, oder Apple gefragt, um es den User leichter zu machen,
Wie es scheint ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich in jedem Wohnzimmer die Vielzahl von Geräten auf nur einen PC verringert. Es bleibt halt wie immer in diesem Bereich die Frage, wann wird es soweit sein und was wird es dem Nutzer dann kosten?
Grüße Jannes

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17

Michael

30. April 2010, 10:49

Eine weitere Seite der Sache ist natürlich auch, dass wenn im Wohnzimmer nur ein Gerät steht (Bildschirm, Lautsprecher, usw, ungerechnet) verringert sich die Profitabilität, weshalb die “alten” Hersteller doch widerstreben. Wenn man den Kunden Fernsehempfänger, Decoder, DVD-Spieler, BlueRay-Spieler, CD-Spieler, Radio, PS3, Wii, was-auch-immer andrehen kann, kann man auch ungleich mehr Geld verdienen, als wenn er 200–400 Euro auf einen einzelnen Rechner legt. Aus dem selben Grund werden Medien-PC unnötig teuer gemacht und mit ebenso unnötig teuerer Software versehen.

Letzendlich ist der Wunsch der Industrie nicht, das Leben der Kunden leicht, sondern teuer, zu machen—sonst hätten wir alle schon einen Billigrechner mit Linux und kostenlose OpenSource-Software im Wohnzimmer.

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18

Chris

30. April 2010, 20:41

Ich kann da meinem Vorredner nur zustimmen. Es gibt halt zu viele starke Interessen, die gegen eine einfache, sparsame Integration von Fernseher, PC, Audio und dergleichen stehen.
Zweitens erweisen sich die Multimedia-PCs meistens als unausgewogen. Schließlich müssen unterschiedlichste Wünsche erfüllt werden. Als Wohnzimmer-PC muss das Gerät leise sein, der Spieler will aber ne schnelle Grafikkarte (was passive Modelle wiederum ausschließt).

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19

Joerg

3. Mai 2010, 20:06

Der Text ist leider sehr wahr. Ich persönlich nutze das Media-Center da mein Rechner auch meinen Fernseher dastellt. Ich habe eine analoge und eine DVB-C Karte um so analog die privaten und digital die öffentlichen Sender empfangen zu können, da ich nicht gewillt bin dafür auch noch Geld auszugeben. Ich schaue auch zu weig privat Fernsehen. Vor allem die Aufnahmefuktion finde ich sehr praktisch und einfach zu verstehen. Schwieriger ist da schon das Verwalten der Senderliste bei zwei TV-Karten.

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20

Marcus

4. Mai 2010, 16:50

Das Problem in Deutschland ist die Hersteller- und Interessenvielfalt. Die meisten Kabelnetzbetreiber möchten ihre eigenen zertifizierten, gebrandeten und individualisierten Receiver bei den Kunden stehen haben. So kann man immer wieder eigene Standards einführen und somit die Kunden dazu zwingen den eigenen Receiver zu verwenden. Siehe Unitymedia / ISH und die UM03 bzw. I02 Karten in Kombination mit einer D-BOX. Diese lassen sich nur noch mit einem monatlichen Aufpreis in Höhe von 5,- betreiben, obwohl es für die Kabelnetzbetreiber keinen Mehraufwand bedeutet, die “alten” Karten NICHT umzutauschen und weiter laufen zu lassen.

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21

Troy

5. Mai 2010, 15:51

Benutzt man einen Rechner als Multimedia Center braucht man natürlich einen mit einer schönen Front. Wenige PCs werden waagrecht aufgestellt wie z.B. eine XBox, oder?
Gibts sowas überhaupt?
Stapelt man DVD-, VHS- und evtl. Blueray Player aufeinander sieht das schon besser aus als einfach nen Rechner ins Regal zu stellen.

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22

Roland

5. Mai 2010, 18:42

Ja, das gibt es. Nennt sich “Desktop-PC”, die von Dell z.B. sehen z.B. gut aus (kein Link parat) und sollen auch (wegen XMBC) Linux-tauglich sein.

Edit: Du darfst dann natuerlich nicht in solch Massendurchlauf-Laeden gehen (wo angeblich der Geiz als geil empfunden wird z.B.).

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23

Marco

6. Mai 2010, 14:52

Für mich ist ein MC von der Definition her gar keine Verbindung meiner ganzen Heimrechner. Es reicht mir dagegen schon, wenn ich on demand meine Filme, Spiele oder Musik nutzen kann. Das geht mit der PS3, Sky, Premiere schon heute (Cloud-ähnlich).

Bei den restlichen Dingen scheue ich die Einrichtung, obwohl ich eher technikaffin bin.

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